Elterngeldrechner
Sag uns, was du vor der Geburt verdient hast — wir rechnen daraus dein Elterngeld, Schritt für Schritt und mit dem Paragraphen zu jeder Regel. Der erste Schritt ist der wichtigste, weil das Elterngeld-Netto nicht das Netto von deiner Abrechnung ist.
Das Elterngeld wird aus deinem durchschnittlichen Brutto der zwölf Monate vor dem Geburtsmonat berechnet — ohne Einmalzahlungen.
Basiselterngeld
1.463 € pro Monat
- ElterngeldPlus
- 732 €
- Elterngeld-Netto
- 2.251 €
- Schritt 2 — deine Ersatzrate
- 65,0 %
Das Einkommen im Vorjahr liegt unter der Grenze von 175.000 €.
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So ist das Ergebnis entstanden
Schritt 1 — dein Elterngeld-Netto
Vom Brutto werden ein Zwölftel des Arbeitnehmer-Pauschbetrags, pauschale Steuern und pauschale Sozialabgaben abgezogen. Das Ergebnis ist die Bemessungsgrundlage.
| Brutto im Monat | 3.500,00 € |
| Arbeitnehmer-Pauschbetrag (ein Zwölftel) | −102,50 € |
| Steuern (pauschal) | −411,58 € |
| Sozialabgaben (pauschal) (21 %) | −735,00 € |
| Elterngeld-Netto | 2.250,92 € |
Quelle: §§ 2c, 2e, 2f BEEG
Schritt 2 — deine Ersatzrate
Über 1.200 Euro Elterngeld-Netto sinkt die Rate — je 2 Euro mehr Einkommen um 0,1 Prozentpunkte, bis minimal 65 Prozent. Die 65 Prozent sind ab 1.240 Euro erreicht.
65,0 %
Quelle: § 2 Abs. 1, 2 BEEG
Schritt 3 — dein Elterngeld
| Elterngeld nach § 2 | 1.463,10 € |
| Elterngeld im Monat | 1.463,10 € |
Quelle: § 2 Abs. 1, 4 BEEG; § 2a BEEG; § 4a Abs. 2 BEEG
Häufige Fragen
Ist das Elterngeld-Netto mein Netto vom Gehaltszettel?
Nein, und das ist der häufigste Irrtum. Das Elterngeld-Netto ist eine gesetzliche Rechengröße nach § 2c BEEG. Einmalzahlungen bleiben außen vor, die Sozialabgaben werden pauschal mit 9, 10 und 2 Prozent ohne jede Beitragsbemessungsgrenze abgezogen, und die Steuer wird pauschaliert ermittelt. Je nach Gehalt liegt es einige hundert Euro über oder unter deinem tatsächlichen Netto.
Ab welchem Einkommen sinkt die Ersatzrate?
Ab 1.200 Euro Elterngeld-Netto. Je 2 Euro darüber sinkt die Rate um 0,1 Prozentpunkte, bis sie bei 1.240 Euro ihren Mindestwert von 65 Prozent erreicht. Viele Rechner beginnen die Absenkung fälschlich erst bei 1.240 Euro und zeigen dazwischen zu viel an.
Bekomme ich Elterngeld, wenn ich vorher nicht gearbeitet habe?
Ja. Der Mindestbetrag von 300 Euro im Monat wird nach § 2 Abs. 4 BEEG auch dann gezahlt, wenn vor der Geburt gar kein Einkommen aus Erwerbstätigkeit da war.
Wie wirkt sich der Geschwisterbonus aus?
Er erhöht das Elterngeld um 10 Prozent, mindestens aber um 75 Euro im Monat. Weil die 75 Euro erst ab einem Elterngeld von 750 Euro von den 10 Prozent überholt werden, ist für viele Familien der Mindestbetrag der maßgebliche. Voraussetzung sind zwei Kinder unter drei oder drei Kinder unter sechs Jahren im Haushalt.
Kann das Elterngeld über 1.800 Euro liegen?
Ja. Die 1.800 Euro decken den Betrag nach § 2 BEEG. Geschwisterbonus und Mehrlingszuschlag werden erst danach addiert. Eltern von Zwillingen mit hohem Einkommen kommen so auf 2.100 Euro im Monat.
Was passiert bei einem Einkommen über 175.000 Euro?
Dann entfällt der Anspruch vollständig. § 1 Abs. 8 BEEG ist eine harte Grenze: ein Euro darüber und es gibt kein Elterngeld, nicht einmal den Mindestbetrag. Maßgeblich ist das zu versteuernde Einkommen im letzten abgeschlossenen Veranlagungszeitraum vor der Geburt, bei Paaren die Summe beider.
Annahmen und Grenzen
- Berechnet wird Einkommen aus nichtselbstständiger Arbeit. Gewinneinkünfte nach § 2d BEEG bilden wir im MVP nicht ab.
- Der Bemessungszeitraum wird als volle zwölf Monate ohne Ausklammerungstatbestände angenommen (§ 2b BEEG).
- Die pauschale Steuer folgt der Struktur des Programmablaufplans nach § 39b Abs. 6 EStG, ist aber keine zeichengenaue Nachbildung des amtlichen Programms.
- Der Partnerschaftsbonus nach § 4b BEEG ist noch nicht abgebildet.
- Alle Beträge in Euro, alle Angaben monatlich, sofern nicht anders bezeichnet.