Mutterschaftsgeldrechner
Wie lange dauert der Mutterschutz, und wie viel Geld kommt in dieser Zeit von wem? Die Krankenkasse zahlt höchstens 13 Euro am Tag — den weitaus größeren Teil zahlt dein Arbeitgeber. Beide Teile stehen hier nebeneinander.
Die Schutzfrist vor der Geburt wird vom voraussichtlichen Termin gerechnet, die Frist danach vom tatsächlichen Geburtstag.
Wer zahlt was
7.590 € Insgesamt
- Krankenkasse
- 1.287 €
- Arbeitgeberzuschuss
- 6.303 €
- Bezahlte Kalendertage
- 99 Tage
Die 13 Euro am Tag sind seit 1997 unverändert. Alles darüber trägt der Arbeitgeber — bei den meisten Angestellten ist das der weitaus größere Teil.
Das Mutterschaftsgeld ab dem Tag der Geburt wird voll auf das Elterngeld angerechnet. Es verbraucht dadurch in der Regel deine ersten beiden Elterngeld-Monate.
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Deine Mutterschutzfristen
| Beginn | |
| Vor der Geburt | 42 Tage |
| Nach der Geburt | 56 Tage |
| Ende | |
| Bezahlte Kalendertage | 99 Tage |
Quelle: § 3 MuSchG
Der Entbindungstag wird einmal mitgezählt (§ 20 Abs. 1 MuSchG). Je nach Zahlstelle kann die Gesamtzahl um einen Tag abweichen.
Wer zahlt was
| Nettolohn je Kalendertag | 76,67 € |
| Krankenkasse (13,00 € pro Tag) | 1.287,00 € |
| Arbeitgeberzuschuss (63,67 € pro Tag) | 6.303,00 € |
| Insgesamt | 7.590,00 € |
| Zum Vergleich: normales Netto im selben Zeitraum | 7.590,00 € |
Quelle: § 24i Abs. 2 SGB V; § 20 MuSchG
Häufige Fragen
Wie lange dauert der Mutterschutz?
Sechs Wochen vor dem voraussichtlichen Entbindungstermin und acht Wochen nach der Geburt. Bei Frühgeburten, Mehrlingsgeburten und bei einer innerhalb von acht Wochen festgestellten Behinderung des Kindes sind es zwölf Wochen danach.
Was passiert, wenn mein Kind früher kommt?
Die Tage, die dir vor der Geburt fehlen, werden hinten angehängt (§ 3 Abs. 2 Satz 3 MuSchG). Der bezahlte Zeitraum bleibt insgesamt gleich lang.
Und wenn es später kommt?
Dann verlängert sich die Frist vor der Geburt entsprechend, und die acht Wochen danach bleiben trotzdem vollständig erhalten. Der Mutterschutz wird insgesamt länger, nicht kürzer.
Warum zahlt die Krankenkasse nur 13 Euro am Tag?
Weil § 24i Abs. 2 SGB V diesen Höchstbetrag festlegt und er seit 1997 nicht angehoben wurde. Er ist aber nicht dein Gesamtbetrag: Der Arbeitgeber zahlt nach § 20 MuSchG die Differenz zu deinem durchschnittlichen Nettolohn, sodass du im Ergebnis auf dein normales Netto kommst.
Ich bin privat versichert — bekomme ich weniger?
Nur den Anteil der Kasse. Statt bis zu 13 Euro täglich gibt es einmalig höchstens 210 Euro vom Bundesamt für Soziale Sicherung. Der Arbeitgeberzuschuss ändert sich nicht, weil er sich am selben 13-Euro-Maßstab orientiert. Unterm Strich fehlt dir also der Kassenanteil abzüglich der 210 Euro.
Annahmen und Grenzen
- Angenommen wird ein durchgehendes Arbeitsverhältnis in den drei Kalendermonaten vor der Schutzfrist.
- Der kalendertägliche Nettolohn wird als Monatsnetto mal drei geteilt durch 90 Tage gerechnet.
- Mutterschutzlohn bei einem Beschäftigungsverbot außerhalb der Schutzfristen (§ 18 MuSchG) ist nicht abgebildet.
- Mehrere Arbeitgeber gleichzeitig (§ 20 Abs. 2 MuSchG) sind nicht abgebildet.
- Der Entbindungstag wird einmal gezählt; einzelne Zahlstellen rechnen hier um einen Tag anders.